Im 11. Jh. wurde von savoyischen Handelsleuten beim Felssporn von Gesteln eine Suste gebaut. Anfangs 12. Jh. stand eine befestigte Burgschaft mit Steinhäusern, Gaststätten und Lagerhäusern. Durch das Rarnertor gelangte man in die Burgschaft zum Chöif und durch das Westtor weiter über den Lötschenpass ins Kander-/Frutigtal bis nach Bern. Auch wenn Suste und Burgschaft deutlich früher bestanden, wurde das Geburtsjahr von Niedergesteln auf 1125 festgelegt.
Die von Turn prägten Gesteln und Lötschen, später auch das Kandertal, Frutigtal und weitere Gebiete. Unter der Gestelnburg hausten ihre Leibeigenen. 1375 warf Anton von Turn Bischof Tavelli bei Seta über die Schlossmauer. Die fünf oberen Zenden vertrieben die von Turn und zerstörten 1384 die Gestelnburg.
Nach der Vertreibung der von Turn übernahmen die fünf oberen Zenden (Goms, Raron, Brig, Visp, Leuk) die Macht. Sie machten die Lötscher und Gestler zu ihren Untertanen.
Napoleon zog mit seinem Heer durchs Rhonetal. Danach erklärte er das Wallis zur Republik der sieben Zenden. Als Napoleon auf die Insel Elba ins Exil musste, befürchtete die Republik Wallis, dass sie den Franzosen einverleibt werden, dies wollte man verhindern und man verhandelte mit der Eidgenossenschaft für einen Beitritt.
Im Jahr 1815 ist die Republik der sieben Zenden der Eidgenossenschaft beigetreten. 31 Jahre später wurde das Wallis in 13 Bezirke aufgeteilt. 2025 feiert Niedergesteln seinen 900. Geburtstag. Wir schauen stolz auf die 5 Epochen und die lange Geschichte zurück.